Hatte der Schwangerschaftstest Duogynon schuld an Missbildungen von Embryos? Selbst (damals noch) Schering war sich nicht mehr ganz sicher. Viele Frauen bekamen Kinder mit Missbildungen, wie offener Rücken, urologische Schäden, Herzschäden, fehlende Gliedmaßen,... Warum gibt Bayer keine Auskunft und beantwortet diese Fragen nun endlich?
Die Bundesregierung fordert ein Entgegenkommen von Bayer.
Klage nach §84a AMG, weil Bayer jede Auskunft verweigerte: "Wenn Bayer wirklich der Meinung ist, dass es keine Beweise gibt, dann dürfte es ja kein Problem sein, dass die Akten offengelegt werden". Bayer beruft sich vor Gericht auf Verjährung. Die erste Instanz entschied auf Verjährung. Studien oder Untersuchungen wurden erst gar nicht diskutiert.
Wir fordern eine Offenlegung aller Unterlagen und Gespräche mit Bayer, sowie eine Lösung für alle Geschädigten. Bei
Tierversuchen wurden Missbildungen festgestellt. In Deutschland haben sich 336 mutmaßliche Geschädigte seit Juni 2010 gemeldet, sowie weitere Menschen in
England. Nina Hagen und Michael Greis unterstützen uns. Bisher wurden 35 Rundbriefe versandt.
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Kategorien der genannten mutmaßlichen Duogynonschädigungen
==> beginnend mit den meisten Nennungen:
- 127 Meldungen zu Skelettalen Missbildungen
(Gliedmaßen, Offener Rücken, LKG Spalte...)
- 60 Meldungen zu Organen und weitere innere Schäden
(Augen, Ohren, Offener Bauch, Herz...)
- 55 Meldungen zu Urologischen Schäden
(Blasenekstrophie/Epispadien, Ausscheidungsorgane, Blase...)
- 47 Meldungen zu Todesfällen (Fehlgeburten, Babys die aufgrund
schwerster Missbildungen starben, gewollte Abtreibungen)
- 18 Meldungen zu Gehirnschädigungen (Wasserkopf...)
- weitere.
--> Dies sind Meldungen die nach über 30 Jahren gemacht wurden; in mehr als 4.250 Emails. Ist Bayer für die Missbildungen verantwortlich? Bayer verneint dies und beruft sich auf die Verjährung, anstatt aufzuklären.
Aktuell abrufbare Berichte:
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Kontrovers Videobericht "Die Akte Duogynon"
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Klartext Videobericht zu Duogynon
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ZDF Morgenmagazin Videobericht "Wir werden nicht aufgeben"
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SWR2 Radiobericht "Zähes Ringen um Aufklärung"
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RBB Klartext Videobericht "Umstrittener Schwangerschaftstest-Kläger fordert Aufklärung"
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Sky News Videobericht "Births Defect Group Wins Legal Aid Battle"
Aktuelles - Duogynonopfer
25.1.12
Bayer RA beantragten die Klageerwiderungsfrist bis zum 27.2.12 zu verlängern.
15.1.12
Die Klage wurde Bayer zugestellt und das Gericht hat die Durchführung eines Mediationsverfahrens vorgeschlagen. Wir haben uns damit einverstanden erklärt. Es geht den Geschädigten nicht primär ums Geld sondern um die Wahrheit. Welche Erkenntnisse hatte Schering wann? Warum wurde nicht frühzeitiger gehandelt? Warum werden auch jetzt noch Informationen zurückgehalten?
Wird Bayer die Mediation ablehnen und weiter auf Verjährung pochen?
--> Weitere Unterlagen folgen demnächst
30.11.11
Ein deutsche medizinische Studie zu Duogynon wird dieses Jahr nicht mehr fertig gestellt werden.
29.11.11
ARD Mediathek:
"Duogynonopfer klagt auf Schadenersatz"
25.11.11
Es wurde nun eine Haftungsklage eingereicht. D.h. die Bayer AG soll Schmerzensgeld und Schadensersatz im Fall Duogynon leisten.
Die Auskunftsklage (erste Klage seit Juni 2010) läuft weiterhin und wird aufgrund eines Formfehlers momentan vor dem BGH behandelt.
Außerdem ist es gelungen mit Frau Dr. Gal Kontakt aufzunehmen. Diese Ärztin hatte damals vor Primodos gewarnt und weitere Untersuchungen zu diesem Thema durchgeführt.
Nachdem Bayer nicht mit uns reden will... ist wieder ein Besuch der Bayer Hauptversammlung 2012 geplant.
24.10.11
Anfrage von Abgeordneten in England:
To ask the Secretary of State for Health whether he has made an estimate of the number of people there are in England who have been adversely affected by the drug Primodos....
und die Antwort:
Reporters of ADRs will often cite the active substance(s) rather than a particular brand name. As of 12 February 2010, there are three retrospective cases for Primodos and 3.540 that have been recorded in our database for the combined drug substances norethisterone and ethinylestradiol.
20.10.11
Es werden weitere Untersuchungen vorbereitet. Dazu werden alle Fälle benötigt.
6.10.2011
(Andre S., Wolf-Dietrich M. und Karl M. müssen seit ihrer Geburt mit körperlichen Einschränkungen leben. Die Ursache - da sind sie sich sicher - liegt in dem Medikament Dyogynon, das ihre Mütter während der Schwangerschaft eingenommen haben. Schering hat immer geleugnet, dass Duogynon Schädigungen verursacht. Doch damit will Andre S. sich nicht abfinden. Seit Herbst des letzten Jahres klagt er gegen den Pharmariesen Bayer/Schering, um Aufklärung durch Akteneinsicht zu erlangen. Bisher mauert der Konzern, doch die fast 400 Betroffenen geben nicht auf.)
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