Hatte der Schwangerschaftstest Duogynon schuld an Missbildungen von Embryos? Selbst (damals noch) Schering war sich nicht mehr ganz sicher. Viele Frauen bekamen Kinder mit Missbildungen, wie offener Rücken, urologische Schäden, Herzschäden, fehlende Gliedmaßen,... Warum gibt Bayer keine Auskunft und beantwortet diese Fragen nun endlich?
Die Bundesregierung fordert ein Entgegenkommen von Bayer.
Klage nach §84a AMG, weil Bayer jede Auskunft verweigerte: "Wenn Bayer wirklich der Meinung ist, dass es keine Beweise gibt, dann dürfte es ja kein Problem sein, dass die Akten offengelegt werden". Bayer beruft sich vor Gericht auf Verjährung. Die erste Instanz entschied auf Verjährung. Studien oder Untersuchungen wurden erst gar nicht diskutiert.
Wir fordern eine Offenlegung aller Unterlagen und Gespräche mit Bayer, sowie eine Lösung für alle Geschädigten. Bei
Tierversuchen wurden Missbildungen festgestellt. In Deutschland haben sich 344 mutmaßliche Geschädigte seit Juni 2010 gemeldet, sowie weitere Menschen in
England. Nina Hagen und Michael Greis unterstützen uns. Bisher wurden 39 Rundbriefe versandt.
Sie wollen uns unterstützen...
Bitte melden auch Sie Ihren Fall!
Kategorien der genannten mutmaßlichen Duogynonschädigungen
==> beginnend mit den meisten Nennungen:
- 133 Meldungen zu Skelettalen Missbildungen
(Gliedmaßen, Offener Rücken, LKG Spalte...)
- 62 Meldungen zu Organen und weitere innere Schäden
(Augen, Ohren, Offener Bauch, Herz...)
- 55 Meldungen zu Urologischen Schäden
(Blasenekstrophie/Epispadien, Ausscheidungsorgane, Blase...)
- 47 Meldungen zu Todesfällen (Fehlgeburten, Babys die aufgrund
schwerster Missbildungen starben, gewollte Abtreibungen)
- 18 Meldungen zu Gehirnschädigungen (Wasserkopf...)
- weitere.
==> Dies sind Meldungen die nach über 30 Jahren gemacht wurden; in mehr als 4.500 Emails. Ist Bayer für die Missbildungen verantwortlich? Bayer verneint dies und beruft sich auf die Verjährung, anstatt aufzuklären. In Gesprächen könnte Bayer alles erklären und das Thema ist sofort beendet. Es geht um eine endgültige Aufklärung.
Aktuell abrufbare Berichte:
-
Kontrovers Videobericht "Die Akte Duogynon"
-
SWR2 Radiobericht "Zähes Ringen um Aufklärung"
Aktuelles - Duogynonopfer
17.05.12
Der Gerichtstermin im Fall Duogynon
Landgericht Berlin (Tegeler Weg 17-21; Altbau I/145)
Freitag, 1.06.12 um 11 Uhr
28.04.12
Der BGH lehnte die Rechtsbeschwerde im Auskunftsprozess ab. Somit ist die Auskunftsklage in diesem (meinem) Fall leider beendet und kein Gang in eine höhere Instanz möglich.
Der Schadensersatzprozess startet weiterhin am 1. Juni in Berlin.
In England könnte es zu einer Parlamentsdebatte über Primodos kommen und evtl. zu einer unabhängigen Untersuchung.
--------------------------------------------------------------------------------------------
Videos der Bayer Hauptversammlung:
http://www.youtube.com/user/wutboxTV?ob=0&feature=results_main
weitere Fotos der Bayer Hauptversammlung
27.04.12
Bayer Hauptversammlung in Köln. Mutmaßliche Duogynonopfer sprechen auf der HV. Sie fordern eine endgültige Aufklärung und eine Offenlegung der Akten.
Die Klageerwiderung für den Prozess am Fr. 1.6.2012 am LG Berlin ist fertiggestellt. Möglicherweise werden ehemalige (Bayer)Schering Mitarbeiter vor Gericht aussagen müssen.
02.03.12
Bayer lehnt Mediationsverfahren mit folgenden Worten ab: "Für ein Mediationsverfahren besteht keine vernünftige Grundlage...".
01.03.12
Neuer Termin vor dem Landgericht Berlin:
Fr., 01.06.12 um 11 Uhr Zivilkammer 1 zur Güteverhandlung und zur mündlichen Verhandlung (Klageerwiderung liegt noch nicht vor).
Auf der Bayer HV werden mutmaßliche Duogynongeschädigte wieder sprechen. Ein Gegenantrag ist fertiggestellt.
23.2.12
Der Besuch der Bayer HV am Fr. 27.4. in Köln wird von den mutmaßlichen Duogynongeschädigten geplant. Ein Gegenantrag wird vorbereitet.
Den Bayerverantwortlichen wurden Gesprächsangebote gemacht. Zur vorgeschlagenen Mediation gibt es noch keine Antwort.
Behinderungen verjähren.... so scheint bislang das Verständnis des Konzerns, anstatt alles aufzuklären.
Weitere Briefe aus England werden erwartet.
21.2.12
==> Bayer muss bis zum 27.2.2012 die Klageerwiderung einreichen. Details sind hier dann für alle zu sehen. Wird sich Bayer wieder nur auf die Verjährung stützen, anstatt aufzuklären?
8.2.12
Frau Dr. Gal schreibt an die "mutmaßlichen Primodos und Duogynonopfer".
-------------------------------------------------------
In einem Schreiben der engl. Gesundheitsbehörden aus dem Jahre 1967 (!) heißt es zu hormonalen Schwangerschaftstest: "I do not think they are sufficiently useful (...) to justify even the slightest risk of teratogenicity".
--------------------------------------------------------
Die Fa. Roussel schreibt 1969 an die engl. Gesundheitsbehörden und berichtet über eine Studie zu Schwangerschaften. Es wurde dabei anscheinend eine leicht erhöhte Rate von Fehlgeburten festgestellt. Das Präperat Amenorone wurde vom Markt genommen.
5.2.12
Es liegen nun weitere Unterlagen vor:
- Die Fa. Roussel erklärt den Verzicht auf "Hormon-Schwangerschaftstests".
- Diverse Briefwechsel von Schering England mit den Gesundheitsbehörden.
- Weitere Briefwechsel der Gesundheitsbehörden mit Dr. Gal.
- Briefe von Schering über Tierversuche....
==> die Aussagen der Unterlagen gehen alle in eine Richtung.
2.2.12
Bis heute ist Bayer zu keinen Gesprächen bereit.
Es soll wieder ein Besuch der Bayer Hauptversammlung stattfinden. Die HV findet am Fr. 27.04.2012 in Köln (Messe Köln/Deutz) statt. Infos zu "Eintrittskarten" hier oder Sie werden Kleinaktionär.
25.1.12
Bayer RA beantragten die Klageerwiderungsfrist bis zum 27.2.12 zu verlängern.
15.1.12
Die Klage wurde Bayer zugestellt und das Gericht hat die Durchführung eines Mediationsverfahrens vorgeschlagen. Wir haben uns damit einverstanden erklärt. Es geht den Geschädigten nicht primär ums Geld sondern um die Wahrheit. Welche Erkenntnisse hatte Schering wann? Warum wurde nicht frühzeitiger gehandelt? Warum werden auch jetzt noch Informationen zurückgehalten?
Wird Bayer die Mediation ablehnen und weiter auf Verjährung pochen?
--> Weitere Unterlagen folgen demnächst
30.11.11
Ein deutsche medizinische Studie zu Duogynon wird dieses Jahr nicht mehr fertig gestellt werden.
29.11.11
ARD Mediathek:
"Duogynonopfer klagt auf Schadenersatz"
25.11.11
Es wurde nun eine Haftungsklage eingereicht. D.h. die Bayer AG soll Schmerzensgeld und Schadensersatz im Fall Duogynon leisten.
Die Auskunftsklage (erste Klage seit Juni 2010) läuft weiterhin und wird aufgrund eines Formfehlers momentan vor dem BGH behandelt.
Außerdem ist es gelungen mit Frau Dr. Gal Kontakt aufzunehmen. Diese Ärztin hatte damals vor Primodos gewarnt und weitere Untersuchungen zu diesem Thema durchgeführt.
Nachdem Bayer nicht mit uns reden will... ist wieder ein Besuch der Bayer Hauptversammlung 2012 geplant.
24.10.11
Anfrage von Abgeordneten in England:
To ask the Secretary of State for Health whether he has made an estimate of the number of people there are in England who have been adversely affected by the drug Primodos....
und die Antwort:
Reporters of ADRs will often cite the active substance(s) rather than a particular brand name. As of 12 February 2010, there are three retrospective cases for Primodos and 3.540 that have been recorded in our database for the combined drug substances norethisterone and ethinylestradiol.
20.10.11
Es werden weitere Untersuchungen vorbereitet. Dazu werden alle Fälle benötigt.
6.10.2011
(Andre S., Wolf-Dietrich M. und Karl M. müssen seit ihrer Geburt mit körperlichen Einschränkungen leben. Die Ursache - da sind sie sich sicher - liegt in dem Medikament Dyogynon, das ihre Mütter während der Schwangerschaft eingenommen haben. Schering hat immer geleugnet, dass Duogynon Schädigungen verursacht. Doch damit will Andre S. sich nicht abfinden. Seit Herbst des letzten Jahres klagt er gegen den Pharmariesen Bayer/Schering, um Aufklärung durch Akteneinsicht zu erlangen. Bisher mauert der Konzern, doch die fast 400 Betroffenen geben nicht auf.)
Weitere Beiträge finden Sie im News Archiv.



